Montag, 7. Juli 2014

#ichbacksmir - Familienrezepte: Baisertorte mit Stachelbeeren

Hallo,

meine "Stammgäste" wissen, dass Kochen und Backen nicht so ganz meins ist. Deshalb hab ich beim Bloggen bisher die Finger davon gelassen (bis auf eine Ausnahme). Nachdem aber Clara mit ihrem aktuellen Thema "Familienrezepte" zur ihrer #ichbacksmir-Aktion mit dem Zaunpfahl bis hierher nach Unterfranken gewunken hat, war mein Ehrgeiz geweckt. Schnell war klar, welches Rezept es werden sollte: eine Torte, die meine Oma (väterlicherseits) immer zu ihrem Geburtstag gebacken hat - und zwar in doppelter Ausführung, da sich immer alle auf diese Torte gestürzt haben. Meistens hat es trotzdem nicht für alle gereicht.

Ich wurde also bei meiner Oma vorstellig und bat um das Rezept. Das habe ich natürlich bekommen und einige Tipps gleich dazu. Außerdem die Info: "Das Rezept habe ich von deiner Oma (mütterlicherseits)". Also wenn das mal kein Familienrezept ist ... es handelt sich übrigens um eine Baisertorte mit Stachelbeeren. Hier kommt nun also mein Versuch an "Food-Fotos":


Diese Fotos sind schuld daran, wenn ich demnächst als bescheuert und durchgeknallt abgestempelt werde. Sie sind an einem Sonntagmorgen entstanden. Es regnete und in der Wohnung fehlte das Tageslicht. Verschieben ging nicht, denn die Torte wollte ja vernichtet werden. Also habe ich - sonntagmorgens gegen 8 Uhr bei Regen - die Terrassenmöbel geputzt, den Tisch gedeckt, 'ne Kerze angezündet, den Kuchen serviert, bin 'ne halbe Stunde mit der Kamera drum rum gehüpft und habe das ganze dann wieder abgeräumt. Was sollen bloß die Nachbarn denken? Ich hoffe ja mal, dass die noch im Bett lagen und gar nichts davon mitbekommen haben.



Der Kuchen wurde dann in der Familie verteilt, beide Omas bekamen etwas davon ab und er hat den Geschmackstest bestanden. Puh! So richtig schwierig fand ich es nicht, ihn zu backen, aber es war sehr zeitintensiv (und da ich an dem Tag auch im Garten geerntet hatte, gingen meinem kleinen Haushalt zwischendurch die Schüsseln aus...). In Kürze hat meine Oma Geburtstag. Selbst backen kann sie nicht mehr. Jetzt ratet mal, was sie von mir geschenkt bekommt ... (schwer, was?)

Hier nun das Rezept:

Für den Teig:
100 g Butter oder Margarine (ich hab Butter genommen)
125 g Zucker
4 Eigelb
150 g Mehl
1/2 Teelöffel Backpulver.

Butter oder Margarine schaumig rühren, Zucker, Eigelb und 1-2 Esslöffel Wasser nach und nach zugeben. Mehl mit Backpulver vermischen, esslöffelweise unterrühren. 2 gefettete Springformböden (Durchmesser 28 cm) mit dem Teig bestreichen und im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad ca. 20 Minuten goldgelb backen. Nach dem Backen sofort vom Springformboden lösen.
(aus den Zutaten entsteht nur sehr wenig Teig und das bisschen ist eine recht zähe Masse. Nicht wundern - das muss so. Die Böden werden wirklich sehr dünn. Ich habe bei Ober-/Unterhitze gebacken, etwas länger als im Rezept angegeben.)

Für das Baiser:
4 Eiweiß
160 g Zucker
zum Bestreuen: 100 g Mandelblättchen.

Eiweiß steif schlagen, Zucker einrieseln lassen. Baisermasse auf die zwei ausgekühlten Böden streichen, jeweils mit Mandelblättchen bestreuen und im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad nochmals ca. 10-15 Minuten backen.
(auch hier wieder Ober-/Unterhitze. Einen gebrochenen Boden konnte ich mit dem Baiser wieder "zusammenkleben". Kritik Oma: Der Baiser hätte noch etwas länger backen müssen.)

Für den Belag:
500 g Stachelbeeren
100 g Zucker
2 Esslöffel Zitronensaft
1/2 Päckchen Vanille-Puddingpulver
2 Becher Sahne
1 Päckchen Sahnesteif

Stachelbeeren waschen und putzen. In wenig Wasser mit Zucker und Zitronensaft fünf Minuten garen, abgießen, Saft auffangen und 1/4 Liter abmessen. Puddingpulver mit etwas Saft anrühren. Restlichen Saft aufkochen und mit dem angerührten Puddingpulver binden. Abkühlen lassen, die Stachelbeeren unterheben. Masse auf einen Tortenboden geben. Sahne mit Sahnesteif aufschlagen und auf die Stachelbeeren geben, glatt streichen. Den zweiten Tortenboden in Tortenstücke schneiden und die Torte damit abdecken.
(ich habe gefrorene Stachelbeeren verwendet, da ich testen musste, ob es funktioniert, denn die Stachelbeeren im Garten sind dieses Jahr so früh dran, dass sie es nicht bis zum Geburtstag meiner Oma geschafft hätten. Ergebnis: Ja, es funktioniert. Den zweiten Tortenboden muss man wirklich vorab in Stücke schneiden, denn das geht nicht mehr, wenn die ganzen Schichten fertig sind. Man würde sich die ganze Torte zermatschen, wenn man den Boden auf der Sahne schneiden wollen würde.)



So, das wäre also mal ein Back-Beitrag von mir. Abschließend bleibt mir nur ein
LECKAAA!!!
Nun schau ich mal, welches Thema sich Clara als nächstes ausdenkt, vielleicht bin ich ja dann wieder mit dabei. Ein bisschen Übung würde mir nicht schaden ....
Wie findet ihr das Rezept? Und die Fotos? Verbesserungsvorschläge nehme ich gerne entgegen ;)

Viele Grüße,
Katharina

Kommentare:

  1. Liebe Katharina,
    sabber... oh ich hätte jetzt auch gern ein Stück!
    Am schärfsten finde ich ja die Vorstellung deiner Foto-Session. Absolut zum "Wegömmeln"! 'Hab schon 'nen Lachkrampf XD XD XD
    Es hat sich gelohnt, sehr sehr schön. ( XD die imaginären Bilder sind immer noch sehr stark XD)
    An der Feinjustierung wie Weißabgleich und längere Belichtungszeit könnte Frau noch schrauben aber das ist auch Geschmacksache. Die Qualität und der Bildaufbau stimmen.

    Was ein Fussballspiel da grad läuft! - unglaublich! - das lässt ja sogar mich nicht kalt obwohl ich Grundsätzlich völlig desinteressiert an passivem Sport bin.

    bis später...
    Liebe Grüße
    zizy

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  2. wow - das hört sich sooooo lecker an!
    Wir haben noch Stachelbeeren im Garten …. hmmmm das müsste doch zu schaffen sein!
    Garten planen hin oder her - genießen ist doch super wichtig!
    Vielen Dank für das Rezept und Deinen Besuch bei mir im Geniessergarten!
    VG Renate

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  3. P.S. Foto 3 finde ich super schön - da möchte man sofort - wirklich soooofort mit backen beginnen :-)
    Schön der Schärfe-Unschärfe Bereich und knackscharf, wo es sein soll.
    Aber die anderen sind auch sehr gut!
    Viele Grüße von Renate

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