Donnerstag, 14. September 2017

Katharina und der Jersey. Teil 3: Ich brauche eine Overlock. Und: Hamburger-Liebe-Tuch zu verlosen

Werbung*
Hallo zusammen :)

Endlich geht es weiter mit meiner Reihe "Katharina und der Jersey". Was bisher geschah: Voll motiviert hatte ich begonnen und euch im Juni in Teil 1 erzählt, wie ich meine allererste Tasche aus Jersey genäht hatte und seitdem mit dem Material auf Kriegsfuß stand. Im Juli folgte der zweiten Teil und ich berichtete von meiner "Therapie" gegen die Jerseyangst. Im August hätte dann Teil 3 kommen sollen. Das hat - wie ihr merkt - nicht geklappt. Warum? Das erfahrt ihr hier und heute. Und am Ende habe ich sogar was für euch.


Und worum geht es in Teil 3?
Um meine Overlock-Maschine und meine ersten Nähversuche.

Nachdem ich den Nähkurs erfolgreich absolviert und meine Jersey-Angst besiegt hatte, wollte ich mir eine Ovi kaufen. Genau wie bei meiner "normalen" Nähmaschine bin ich dazu in die Nähwelt Flach nach Aschaffenburg gefahren. OK, um ehrlich zu sein: ich bin einmal hin gefahren und habe beide Maschinen gekauft. Wenn man lange genug spart, kann man das mal machen ;) Und da die Flachs eine große Ausstellung haben, haben sie Platz für alle Sorten Nähmaschinen (und vieles mehr). Ich fand dort eine schöne Auswahl unterschiedlicher Modelle vor, die ich mir live anschauen konnte. Zugegeben, ich wusste ziemlich genau, was ich wollte: kein günstiges Versuchsmodell, sondern eine anständige Overlockmaschine, die zuverlässig ist und mich über lange Jahre begleiten soll. Dazu hatte ich zuvor extra einen Intensiv-Jersey-Nähkurs (siehe Teil 2) gemacht, um zu sehen, ob das mit dem Jersey und mir noch etwas werden kann. Und nach dieser Erfahrung habe ich entschieden: ja, das wird was und deshalb kaufe ich mir gleich ein gutes Modell und gar nicht erst was günstiges, um mir nach ein paar Monaten eine weitere Maschine zu wünschen. Trotzdem habe ich mich nochmal etwas beraten lassen, denn diese super Möglichkeit habe ich vor Ort und dann kann ich sie auch nutzen. Wir waren uns aber schnell einig, dass es die Bernina L450 werden soll, mit der ich auch im Nähkurs genäht hatte.

Zuhause angekommen habe ich die Maschine ausgepackt, auf den Tisch gestellt und eingefädelt. Ja, das hat wirklich auf Anhieb geklappt. Ich hatte es mir in der Nähwelt einmal zeigen lassen und ansonsten ist in der Maschine auch eine Zeichnung, die genau zeigt, in welcher Reihenfolge und wie eingefädelt wird. Das hat direkt geklappt und ist gar nicht so schwer, wie man immer hört und liest.


Da stand die Maschiene dann. Und stand, und stand, und stand. Irgendwie hatte ich immer etwas anderes vor, etwas wichtigeres. Da kam die Jerseyangst wieder durch. Nach ein paar Wochen (oder auch Monaten) habe ich mich dann endlich mal ran getraut und habe Babymützen genäht. Warum Babymützen? Na, weil die wenig Stoff brauchen, da kann nicht viel kaputt gehen *lach*. So richtig gut geworden sind sie nicht. Von außen sehen sie ja ganz ok aus, aber von innen will ich sie euch nicht zeigen, denn die Rundungen sind gar nicht so einfach zu nähen.


An dieser Stelle waren leider nicht nur meine Nähfähigkeiten nicht so gut, sondern auch die Nähte. Die sahen einfach falsch aus. Ich habe neu eingefädelt, schnell genäht, langsam genäht, ... und dann eine Mail mit Fotos in die Nähwelt geschickt. Antwort: Paketschein anbei, bitte einsenden. Örgs mörgs! Meine Ovi? Zur Post? Nein! Zeit, um sie zeitnah nach Aschaffenburg zu bringen, hatte ich allerdings nicht und so habe ich sie schweren Herzens verschickt. Und dann? Kam sie wohlbehalten und schneller als gedacht wieder zurück. Und nun näht sie tipp-topp. So ein Fehlerchen ist zwar nicht schön, kann aber halt mal vorkommen. Und ich war froh, einen Ansprechpartner zu haben, der mir so schnell und unkompliziert weiter geholfen hat. Als ich mal eine Frage zum Nähen hatte, habe ich übrigens auch telefonisch schnelle Hilfe bekommen.

Als die Maschine dann wieder auf meinem Schreibtisch stand, habe ich erstmal (nach einer kurzen Probenaht) 3 Kissenbezugzuschnitte für eine Freundin gesäumt. 6 lange Kanten, immer geradeaus. Das hat die Maschine gut gemacht - und ich auch :)

Als nächstes Projekt wollte ich mir ein Dreieckstuch nähen. Bei Susanne von Hamburger Liebe hatte ich schon vor vielen Wochen dieses Tuch aus Kleeherzen in blau-türkis gesehen und mich direkt verliebt. Das wollte ich auch haben. Genäht wird es ganz einfach: Man nehme ein quadratisches Stück Stoff (in diesem Fall Jacquard), schneide es diagonal durch und säume alle 3 Kanten. Das Ergebnis ist ein superweicher Schal. Auf dem folgenden Foto könnt ihr vielleicht ein klein wenig erkennen, wie er sich anfühlt, der Halsschmeichler.

Das war ein gutes Einsteigerprojekt für mich Anfängerin. Und weil aus dem Quadrat beim diagonal schneiden zwangsläufig 2 Dreiecke entstehen, habe ich das zweite gleich mit geoverlockt - oder wie heißt das? Nun hatte ich 2 Dreieckstücher. Superperfekt sind sie nicht, es sind noch ein paar Wellen in der Naht erkennbar. Aber: beim Tragen sieht das kein Schw... Mensch. Wohin nun mit dem zweiten Tuch? An eine Freundin verschenken? Aber an welche? Da dachte ich mir, ich verlose es. An euch. Als Dankeschön fürs Lesen und Kommentieren. Die Verlosung findet allerdings nicht hier, sondern bei Instagram statt, Teilnahmeschluss ist am Sonntag, 17.09.2017 um 18:00 Uhr. Wie es geht, könnt ihr dort unter dem unten gezeigten Bild lesen. Allen Teilnehmern/-innen wünsche ich viel Erfolg.



Und wie ist sie nun, meine Ovi? Nachdem ich zwischenzeitlich noch ein paar Sachen genäht habe, um die Maschine ausgiebig zu testen, kann ich sagen: Sie ist gut. Die Naht sieht jetzt super aus und das Material wird schön transportiert. Über die vielen technischen Details, will ich euch gar nichts erzählen, die könnt ihr *hier* nachlesen. Was an der Maschine auf jeden Fall super ist, ist der Abfallbehälter - ohne geht gar nicht! Was ihr fehlt? Vielleicht ein Kniehebel. Nachdem meine Nähmaschine nämlich einen solchen hat, stößt beim Ovi-nähen mein Knie gerne Löcher in die Luft an der Stelle, an der bei der Nähmaschine eben der Kniehebel ist. Der wäre dann bei der nächstgrößeren Maschine dabei, aber die wäre für den Anfang nun wirklich überpowert gewesen.

So, das war es mit Teil 3. Die Fortsetzung lässt hoffenltich nicht wieder 2 Monate auf sich warten. Teil 4 im Oktober und Teil 5 im November - das wäre mein Ziel. Ihr dürft mit mir gespannt sein, ob es klappt.

Liebe Grüße,
Katharina

Schnitt Babymützen: Zaaberry, a trio of baby hats
Schnitt Babyschal: Pattydoo, Halstuch für Kinder
Material Halstuch: Bio-Jacquard "Kleeherzen" aus der Serie "Tender Kiss" von Hamburger Liebe und Albstoffe

Das Dreieckstuch verlinke ich bei:
denn ein Tuch bleibt bei mir
Ich-näh-Bio von Kerstin (Keko-Kreativ),
denn die Albstoffe-Jacquards sind Bio
denn Herzen sind auf dem Tuch wirklich viele.

Werbung*) Beim Kauf meiner Overlock habe ich von Flach einen Nachlass erhalten. Dafür wurde vereinbart, dass ich einen Blogpost darüber schreibe. Der Inhalt dieses Beitrags war mir überlassen und meine Meinung ist durch den Nachlass nicht beeinflusst. Den Stoff für das Tuch, welches ich verlose, habe ich selbst bezahlt.

Kommentare:

  1. Hej katharina,
    Ja, das kenne ich...ich habe allerdings keine so tolle overlock :-) aber bei jersey hab ich hemmungen, dabei ist mein lager wirklich gut gefüllt! Deine genähten werke sehen auf jeden fall toll aus, besonders das tuch hat es mir angetan :-)naja hab grad gesehen,das ich hier aus dänemark nicht teilnehmen kann, schade! Aber ich habe noch eine liebe freundin markiert...da bin ich gespannt,wie esbei dir weitergeht...viel spass noch! Ganz lg aus dänemark, ulrike :0)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Ulrike,
      vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Ja, leider habe ich die Verlosung auf Deutschland beschränkt. Irgendwo muss es immer eine Grenze geben und da ich diese Verlosung aus eigener Tasche bezahle, habe ich diese dann um Deutschland herumm gezogen. Vielleicht kann ich mal wieder eine Kooperation mit eBooks an Land ziehen, dann können wir per Mail versenden und das geht ganz wunderbar über die Grenzen hinweg.
      Zum Jersey: eine gute Ovi hilft da mit dem Nähspass natürlich enorm. Ich freue mich auf noch ganz viele Projekte, die schon in meinem Kopf herumschwirren und freue mich, wenn meine Fortschritte weiter verfolgst.
      Liebe Grüße,
      Katharina

      Löschen
  2. Es ist echt so lustig, denn bei mir ist es ja genau andersherum - ich kann nicht so mit Webware wie ich will :D Tolles Tuch und drücke mir selbst die Daumen auf Insta :) LG, Karin

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Karin,
      ja, so eine "Jersey-Freundin" habe ich auch, die die Webware nicht mag. Im Grunde ist glaube ich beies gar nicht so schwer, also Baumwolle und Jersey. Nur freundet man sich mal mit einem Materia an und kann sich dann nicht mehr aufraffen, das andere Material richtig anzupacken, glaube ich. Es braucht dann einfach Zeit, sich da reinzufuchsen.
      Mit dem Daumendrücken hat es ja wunderbar geklappt :)
      Liebe Grüße,
      Katharina

      Löschen
  3. Herzlichen Glückwunsch zu deinem neuen Schätzchen. Da wünsche ich dir viel Spaß und bin gespannt, was du uns in Teil 3 und 4 zeigst. :-)
    Lieben Gruß
    Marietta

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Marietta,
      herzlichen Dank. Ich freue mich auch, das Maschinchen hier zu haben. Die weiteren Teile der Serie sind schon genäht, es bleibt spannend :) zum schreiben komme ich hoffentlich auch bald und freue mich, wenn du wieder mitliest.
      Liebe Grüße,
      Katharina

      Löschen
  4. Super! Endlich eine Ovi und die Jerseyangst kann besiegt werden! Ich freue mich für dich!!!

    Liebe Grüße vom Deich
    Claudia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Claudia,
      jaaaaa, eine Ovi und nun klappt es schon viel besser mit dem Jersey. Ne Portion Zeit hätte ich jetzt noch gerne *lach*, ich muss da mal ne andere Balance zwischen Baumwolle und Jersey finden.
      Und mal schauen, irgendwann klappt es bestimmt auch noch mit den Stricknadeln ;)
      Liebe Grüße,
      Katharina

      Löschen
  5. Toll - das wird schon mit dem Jersey, das Tuch steht dir toll ... ich weiß noch wie ich das erste Mal rumprobiert habe (leider ohne Nähkurs, das gabs hier in der Nähe noch nirgendwo) mit viel Respekt und einer sehr günstigen Maschine. Die Maschine hab ich noch, aber ihre Schwächen sind doch an manchen Stellen unübersehbar, insofern hast du alles richtig gemacht. Und falls du mal jemand fürs gemeinsame Probieren brauchst melde dich gern - ich kann dir zwar sicher keine Ratschläge geben, aber gemeinsam etwas tun hilft ja manchmal auch. LG Ingrid (die auf den Lostopf verzichtet, weil ihr immer heiß ist und sie das tolle Tuch leider nie benutzen würde)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Ingrid,
      ganz herzlichen Dank für deinen tollen Kommentar. Das motiviert mich zu weiteren Tragefotos ;)
      Zum Nähkurs: ich bin da auch deutlich über ne Stunde hingefahren, weil es hier in der Nähe nichts bzw. nur Grundkurse inkl. Baumwolle, einfädeln etc. gibt. Das war es mir aber auch wirlich wert und hat mich einfach gut voran gebracht.
      Gemeinsam nähen wäre ne tolle Sache. In kleiner Runde kann ich mir das sehr gut vorstellen. Von wo kommst du denn?
      Das mit dem "immer heiß" kann ich nicht ganz nachvollziehen, ich hatte heute einen besonders frostigen Tag ;)
      Liebe Grüße,
      Katharina

      Löschen
  6. Ich habe am letzten Wochenende einen Overlock-Kurs besucht und muss sagen, das er mir richtig viel gebracht hat. Der Abfallbehälter ist wirklich Gold wert. Weiterhin viel Freude beim Kennenlernen.
    Herzlichst Ulla

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Ulla,
      ja, ein guter Kurs ist echt was wert. Es geht viel leichter, als wenn man alles selbst ausprobiert. Und wenn was nicht klappt, bekommt man Hilfe anstatt zu verzweifeln. Ich wünsche dir ganz viel Spass beim Nähen mit der Overlock (und benutze meine hoffentlich auch bald wieder).
      Liebe Grüße,
      Katharina

      Löschen