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Hallo zusammen :)
Endlich geht es weiter mit meiner Reihe "Katharina und der Jersey". Was bisher geschah: Voll motiviert hatte ich begonnen und euch im Juni in
Teil 1 erzählt, wie ich meine allererste Tasche aus Jersey genäht hatte und seitdem mit dem Material auf Kriegsfuß stand. Im Juli folgte der
zweiten Teil und ich berichtete von meiner "Therapie" gegen die Jerseyangst. Im August hätte dann Teil 3 kommen sollen. Das hat - wie ihr merkt - nicht geklappt. Warum? Das erfahrt ihr hier und heute. Und am Ende habe ich sogar was für euch.
Und worum geht es in Teil 3?
Um meine Overlock-Maschine und meine ersten Nähversuche.
Nachdem ich den Nähkurs erfolgreich absolviert und meine Jersey-Angst besiegt hatte, wollte ich mir eine Ovi kaufen. Genau wie bei
meiner "normalen" Nähmaschine bin ich dazu in die
Nähwelt Flach nach Aschaffenburg gefahren. OK, um ehrlich zu sein: ich bin einmal hin gefahren und habe beide Maschinen gekauft. Wenn man lange genug spart, kann man das mal machen ;) Und da die Flachs eine
große Ausstellung haben, haben sie Platz für alle Sorten Nähmaschinen (und vieles mehr). Ich fand dort eine schöne Auswahl unterschiedlicher Modelle vor, die ich mir live anschauen konnte. Zugegeben, ich wusste ziemlich genau, was ich wollte: kein günstiges Versuchsmodell, sondern eine anständige Overlockmaschine, die zuverlässig ist und mich über lange Jahre begleiten soll. Dazu hatte ich zuvor extra einen Intensiv-Jersey-Nähkurs (
siehe Teil 2) gemacht, um zu sehen, ob das mit dem Jersey und mir noch etwas werden kann. Und nach dieser Erfahrung habe ich entschieden: ja, das wird was und deshalb kaufe ich mir gleich ein gutes Modell und gar nicht erst was günstiges, um mir nach ein paar Monaten eine weitere Maschine zu wünschen. Trotzdem habe ich mich nochmal etwas beraten lassen, denn diese super Möglichkeit habe ich vor Ort und dann kann ich sie auch nutzen. Wir waren uns aber schnell einig, dass es die
Bernina L450 werden soll, mit der ich auch im Nähkurs genäht hatte.

Zuhause angekommen habe ich die Maschine ausgepackt, auf den Tisch gestellt und eingefädelt. Ja, das hat wirklich auf Anhieb geklappt. Ich hatte es mir in der
Nähwelt einmal zeigen lassen und ansonsten ist in der Maschine auch eine Zeichnung, die genau zeigt, in welcher Reihenfolge und wie eingefädelt wird. Das hat direkt geklappt und ist gar nicht so schwer, wie man immer hört und liest.
Da stand die Maschiene dann. Und stand, und stand, und stand. Irgendwie hatte ich immer etwas anderes vor, etwas wichtigeres. Da kam die Jerseyangst wieder durch. Nach ein paar Wochen (oder auch Monaten) habe ich mich dann endlich mal ran getraut und habe Babymützen genäht. Warum Babymützen? Na, weil die wenig Stoff brauchen, da kann nicht viel kaputt gehen *lach*. So richtig gut geworden sind sie nicht. Von außen sehen sie ja ganz ok aus, aber von innen will ich sie euch nicht zeigen, denn die Rundungen sind gar nicht so einfach zu nähen.


An dieser Stelle waren leider nicht nur meine Nähfähigkeiten nicht so gut, sondern auch die Nähte. Die sahen einfach falsch aus. Ich habe neu eingefädelt, schnell genäht, langsam genäht, ... und dann eine Mail mit Fotos in die Nähwelt geschickt. Antwort: Paketschein anbei, bitte einsenden. Örgs mörgs! Meine Ovi? Zur Post? Nein! Zeit, um sie zeitnah nach Aschaffenburg zu bringen, hatte ich allerdings nicht und so habe ich sie schweren Herzens verschickt. Und dann? Kam sie wohlbehalten und schneller als gedacht wieder zurück. Und nun näht sie tipp-topp. So ein Fehlerchen ist zwar nicht schön, kann aber halt mal vorkommen. Und ich war froh, einen Ansprechpartner zu haben, der mir so schnell und unkompliziert weiter geholfen hat. Als ich mal eine Frage zum Nähen hatte, habe ich übrigens auch telefonisch schnelle Hilfe bekommen.
Als die Maschine dann wieder auf meinem Schreibtisch stand, habe ich erstmal (nach einer kurzen Probenaht) 3 Kissenbezugzuschnitte für eine Freundin gesäumt. 6 lange Kanten, immer geradeaus. Das hat die Maschine gut gemacht - und ich auch :)
Als nächstes Projekt wollte ich mir ein Dreieckstuch nähen. Bei Susanne von
Hamburger Liebe hatte ich schon vor vielen Wochen dieses Tuch aus Kleeherzen in blau-türkis gesehen und mich direkt verliebt. Das wollte ich auch haben. Genäht wird es ganz einfach: Man nehme ein quadratisches Stück Stoff (in diesem Fall Jacquard), schneide es diagonal durch und säume alle 3 Kanten. Das Ergebnis ist ein superweicher Schal. Auf dem folgenden Foto könnt ihr vielleicht ein klein wenig erkennen, wie er sich anfühlt, der Halsschmeichler.

Das war ein gutes Einsteigerprojekt für mich Anfängerin. Und weil aus dem Quadrat beim diagonal schneiden zwangsläufig 2 Dreiecke entstehen, habe ich das zweite gleich mit geoverlockt - oder wie heißt das? Nun hatte ich 2 Dreieckstücher. Superperfekt sind sie nicht, es sind noch ein paar Wellen in der Naht erkennbar. Aber: beim Tragen sieht das kein Schw... Mensch. Wohin nun mit dem zweiten Tuch? An eine Freundin verschenken? Aber an welche? Da dachte ich mir, ich verlose es. An euch. Als
Dankeschön fürs Lesen und Kommentieren. Die Verlosung findet allerdings nicht hier, sondern bei
Instagram statt, Teilnahmeschluss ist am Sonntag, 17.09.2017 um 18:00 Uhr. Wie es geht, könnt ihr dort unter dem unten gezeigten Bild lesen. Allen Teilnehmern/-innen wünsche ich viel Erfolg.
Und wie ist sie nun, meine Ovi? Nachdem ich zwischenzeitlich noch ein paar Sachen genäht habe, um die Maschine ausgiebig zu testen, kann ich sagen: Sie ist gut. Die Naht sieht jetzt super aus und das Material wird schön transportiert. Über die vielen technischen Details, will ich euch gar nichts erzählen, die könnt ihr *
hier* nachlesen. Was an der Maschine auf jeden Fall super ist, ist der Abfallbehälter - ohne geht gar nicht! Was ihr fehlt? Vielleicht ein Kniehebel. Nachdem meine Nähmaschine nämlich einen solchen hat, stößt beim Ovi-nähen mein Knie gerne Löcher in die Luft an der Stelle, an der bei der Nähmaschine eben der Kniehebel ist. Der wäre dann bei der nächstgrößeren Maschine dabei, aber die wäre für den Anfang nun wirklich überpowert gewesen.
So, das war es mit Teil 3. Die Fortsetzung lässt hoffenltich nicht wieder 2 Monate auf sich warten. Teil 4 im Oktober und Teil 5 im November - das wäre mein Ziel. Ihr dürft mit mir gespannt sein, ob es klappt.
Liebe Grüße,
Katharina
Schnitt Babymützen:
Zaaberry, a trio of baby hats
Schnitt Babyschal:
Pattydoo, Halstuch für Kinder
Material Halstuch: Bio-Jacquard "Kleeherzen" aus der Serie "Tender Kiss" von Hamburger Liebe und Albstoffe
Das Dreieckstuch verlinke ich bei:
denn ein Tuch bleibt bei mir
denn die Albstoffe-Jacquards sind Bio
denn Herzen sind auf dem Tuch wirklich viele.
Werbung*) Beim Kauf
meiner Overlock habe ich von Flach einen Nachlass erhalten. Dafür wurde vereinbart, dass ich einen Blogpost darüber schreibe. Der Inhalt dieses Beitrags war mir überlassen und meine Meinung ist durch den Nachlass nicht beeinflusst. Den Stoff für das Tuch, welches ich verlose, habe ich selbst bezahlt.