Dienstag, 18. Juni 2019

Ich mag schöne Spucktücher haben – aber nicht um jeden Preis

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Hallo  zusammen :)

"Spucktücher braucht ihr viele", haben sie gesagt.
"Ich will welche in schön", habe ich gesagt.
"Aber die sind so arg teuer", hat der Geldbeutel gesagt.
"Na dann näh ich mir die selbst", habe ich gesagt … und gemacht.

Musselin liegt ca. 140 cm breit. Ich habe mir also Stücke von 70 cm Länge bestellt, in der Mitte geteilt, alle Kanten etwas begradigt, diese dann 2x umgeschlagen und rundum mit einem Geradstich und meinem (mittlerweile heißgeliebten) Schmalkantfuß abgesteppt. Ich gebe zu, am Anfang war das sehr fummelig, aber so ab dem 3. oder 4. Tuch war ich voll drin. 


Die Ecken habe ich per Hand nochmal etwas nachgearbeitet, da steckt halt einfach ein kleiner Pingel in mir. Womöglich sind die Tücher nicht exakt 70 x 70 cm groß, aber das sind gekaufte Spucktücher nach dem Waschen und Einkringeln doch auch nicht. Auf ein paar Zentimeter kommt es wirklich nicht an.

Nun fragt sich nur noch, wie es sich anfühlt, diese schönen, bunten, dezent gemusterten, mit Liebe genähten Tücher vollspucken zu lassen. Ich hoffe, dass ich damit gut leben kann – wo ich sie ja extra dafür genäht habe. Und mal schauen, vielleicht kommen noch ein paar dazu, denn angeblich braucht man ja richtig viele davon. Ich kann also noch eine Weile nähen und behaupten, das fällt immer noch unter "viele" ;)


Viele Grüße,
Katharina

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Donnerstag, 13. Juni 2019

Shirt? Kleid? Hm ... Shirt Amsterdam als Umstandsshirt

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Hey!

Heute habe ich mal wieder ein Umstandsshirt zu zeigen. Als die Temperaturen wärmer wurden, wurden meine Kleidungsstücke nämlich knapp. Nachdem es mit Shirt Michi so gut geklappt hatte, wollte ich einen neuen Schnitt ausprobieren. Das war keine so gute Idee. Oder besser gesagt: meine Wahl war nicht so optimal.


Schon länger steht hier das Buch "Alles Jersey - Shirts und Tops: Schnitteile kombinieren - über 500 Oberteile nähen" im Regal. Daraus sollte es ein Shirt werden. Meine Wahl fiel auf das Shirt Amsterdam mit amerikanischem Ausschnitt. Dafür hatte ich mir einen grün-grün-gestreiften Jersey bestellt, von dem es aber leider nur noch 1 Meter gab. Laut Buchangaben völlig ausreichend. Jedoch musste ich mir das Vorderteil ja etwas modifizieren, um die Babykugel in das Shirt zu bekommen. Ich wollte es trotzdem versuchen.


Als der Stoff dann da und die Zeit reif war, fing ich an. Zuerst musste ich mich natürlich für eine Größe entscheiden. Abmessen mit Babybach ist gar nicht einfach bzw. geht in der Taille gar nicht. Laut Brustumfang (der hier jetzt nicht so arg zugenommen hat) sollte ich eine 44 nähen. 44?!?! Es erschien mir dann doch arg groß und ich habe auf 42 reduziert. Hier habe ich dann vorne um 10 cm verlängert und dieses Mal rechts und links um 6 cm verbreitert, da die Schwangerschaft schon fortgeschritten war und das Shirt ja möglichst lange passen sollte. Dann ging es ans Nähen.

Hier habe ich dann ziemlich schnell festgestellt, dass das Buch die Puffärmel vorsieht. Nein, die will ich nicht wirklich. Ich habe mir also aus dem "Baukasten" neue Ärmel gesucht, konnte die zum Glück aus den Puffärmeln zuschneiden (das Restmaterial hätte nämlich nicht gereicht) und weiter ging es. Das Einnähen des Ärmels ist dann trotzdem fehlgeschlagen, ich musste trennen und habe ihn Pi-mal-Daumen angenäht. Nicht optimal, aber ok.


Ansonsten lief es eigentlich ganz gut, auch mit dem Schrägband, mit dem ich die offenen Kanten eingefasst habe. Nur: das Shirt ist halt einfach zu groß, das war so nicht geplant. Größe 42 + 2x 6 cm Verbreiterung hätten halt nicht sein müssen. Tja, nun ist es so. Vielleicht ist es ja nochmal ganz gut, ein so großes T-Shirt zu haben. Oder ich freue mich, wenn mir unten ein Lüftchen ins abstehende Shirt weht, das ein bisschen aussieht wie ein zu kurzes Kleid. Ansonsten wird es halt ein Home-Shirt. Und ansonsten kann es ja immer noch ein 2. Leben als Kinderkleidung bekommen.


Das Shirt ist nun so und ich wollte nicht weiter daran herumändern. Aber nochmal einen neuen Schnitt ausprobieren - das wollte ich >>> Coming soon.

Liebe Grüße,
Katharina


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Dienstag, 4. Juni 2019

Eine Hose braucht das Kind


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Hey!

Genähte Hosen für Babys sieht man sehr viele. Klar, dass ich auch eine nähen musste.
Gewählt habe ich den Schnitt "Hose Frida 2.0" von Milchmonster (bis Größe 62 auch als Freebook).

Den roten Jersey hatte ich gerade da. Da mir das zu langweilig war, habe ich mich an Hosentaschen (vorne und hinten) sowie Kniepatches ausgetobt. Eigentlich völlig überflüssig, denn Babys, die Größe 56 tragen, haben keine Taschentücher in den Hosentaschen. Und auch nichts anderes. Und natürlich krabbeln sie auch nicht auf den Knieschonern herum. Der ganze Schnickschnack erfüllt rein optische Zwecke. Aber das ist Grund genug.

Das war bestimmt nicht die letzte Hose, die ich für den Nachwuchs genäht habe. Saubequem sieht sie ja schonmal aus. Vielleicht muss ich mir selbst auch irgendwann eine Hose nähen.

Liebe Grüße,
Katharina



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Donnerstag, 30. Mai 2019

Endlich wieder eine Tasche! - Die Jack Tar Bag

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Huhu,

nach viel zu langer Zeit habe ich mir mal wieder eine Tasche genäht. Und die macht sich auch ganz gut hier als Abwechslung zwischen all den Schwangerschafts- und Babyposts. *lach*

Genäht habe ich die Jack Tar Bag von Merchant and Mills. Die wollte ich schon seit über einem Jahr nähen. Seitdem liegen Schnitt, Material-Kit und DryOilskin (alles über Tillabox selbst gekauft) schon hier herum. Dass das viel zu lange ist, habe ich gemerkt, als ich den Oilskin hervorgezogen habe und in der Rolle das Weihnachtsgeschenkpapier gefunden habe, das ich im Dezember gesucht hatte. Ja, als ich das im Frühjahr 2018 da reingewickelt habe, hätte ich nicht gedacht, dass es so lange dauern würde, bis ich Zeit und Muße für die Umetzung finde. Aber manchmal ist es halt so. Und weil ich noch Material übrig habe, steckt das Geschenkpapier jetzt immer noch darin. Mal schauen, ob ich mich Weihnachten 2019 daran erinnere (falls es dann immer noch im Oilskin steckt). Aber es geht ja nicht kaputt und Weihnachten kommt immer wieder.

OK, zurück zur Tasche. Die Anleitung ist auf Englisch. Eventuell vielleicht hat mich das ein wenig abgeschreckt. Im Nachhinein muss ich sagen: Es ist gar nicht schwer, denn es sind Zeichnungen dabei, die bei etwas Näherfahrung fast selbsterklärend sind. Und die paar Worte, die mir dann beim Lesen des englischen Textes nicht klar waren, habe ich halt nachgeschlagen. Näh-Englisch haben sie uns in der Schule nicht beigebracht. Schade.


So einfach wie die Anleitung ist eigentlich auch die Tasche. Man braucht nicht so viele Schnittteile und diese werden auch recht einfach zusammen genäht. Man braucht kein Vlies, was ebenfalls zu einem schnellen Ergebnis führt. Ja, ich finde, die Tasche ist recht simpel - sowohl in der Form als auch in der Machart.


Zusätzlich zu den beschriebenen Arbeitsschritten habe ich innen ein großes Reißverschlussfach für Wertgegenstände eingearbeitet. Und ich habe die Nahtzugabe der Seitennähte zur Seite gesteppt - so liegen sie schön flach und Steppnähte mag ich optisch auch sehr. Deshalb habe ich auch noch eine am oberen Rand angebracht, nachdem die Innen- in die Außentasche gesteckt war.
Die Innentasche ist übrigens aus schwarz-weiß-gestreifter Baumwolle. Das habe ich so schon vielfach gesehen. Aber es ist einfach gut und der Stoff aus meinem Fundus passte wirklich am Besten zum Rest. Deshalb ist es halt so.

Den Ledergurt habe ich etwas gekürzt, da mir die Tasche sonst irgendwo auf Kniehöhe hängen würde. Vor dem anbringen der Nieten und dem damit verbundenen Stanzen der Löcher hatte ich großen Respekt. Im Nachhinein war es natürlich nicht schlimm, tat nicht weh und hat einfach super geklappt.


Das Einzige, was nicht so gut lief, war das Wenden der Griffe und Schlaufen. Das war vielleicht fummelig. Hier würde ich beim nächsten Mal (ja, die Chancen für Jack-Tar-2 stehen gut) ausrechnen, wie breit meine Streifen sein müssen, damit ich sie einfach 4-fach falten und knappkantig absteppen kann (oder Gurtband verwenden). Das braucht minimal mehr Material und spart mir dafür viel Zeit und Geduld. Geduld habe ich ja eigentlich viel (zumindest beim Nähen), aber die Zeit dafür kann man ja wahrlich besser nutzen. Achja, und den Magnetknopf würde ich erst nach dem Wenden (und vor dem Schließen der Wendeöffnung) anbringen. Bei 1,5 cm Nahtzugabe war er mir nämlich glatt im Weg. Das Stück Naht konnte ich zwar mit dem Reißverschlussfuß nähen, aber wenn man nur die Schlitze zum Durchstecken vorbereitet und den Knopf später anbringt, läuft es eben runder.



Nun warte ich gespannt, wie viel Zeit verstreicht, bis ich wieder eine Jack-Tar-Bag nähe. Lust hätte ich, aber halt noch ganz viele andere Ideen.

Liebe Grüße,
Katharina

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Dienstag, 21. Mai 2019

Blumenkissen – ein Experiment

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Hey!

Es gibt mal wieder einen neuen Kissen-Post. "Motivkissen" habe ich in den letzten Monaten wirklich einige genäht. Es hatte sich mal wieder Besuch angekündigt und im Sinne der Gerechtigkeit (könnte an meinem Sternzeichen Waage liegen) habe ich wieder Kissen für die Übernachtungskinder genäht. Es soll ja keiner benachteiligt werden. Bei den Besuchen davor gab es schon Äpfel und einen Haifisch. Nun ist es Frühling. Was könnte man da nähen? Blumen vielleicht? Passt doch super zu Mädchen im Kindergartenalter.

Aber wisst ihr was? Das Suchmaschinenergebnis war so gar nicht, wie ich mir das vorgesellt hatte. Ich wollte in der Mitte einen großen Kreis und darum herum ein paar kleinere Blütenblätter. Also entweder, meine Vorstellung war absurd oder ich habe falsch geg**gelt. Aber das hat mich nicht aufgehalten. So habe ich mir einen Kreis gezeichnet, dazu 9 Blütenblätter außenrum und habe einfach mal losgelegt.

Am Anfang stand der Stoffzuschnitt. Jeweils 2 Blütenblätterteile habe ich an der Außenkante zusammen genäht und innen offen gelassen. Hier habe ich dann ein Volumenvlies eingeschoben. Fragt mich nicht, was für eines. Das war mal ein Fehlkauf ganz am Anfang meiner Nähzeit. Es ist nicht aufbügelbar und auch so schwer zu bändigen – ziemlich störrisch. Aber in den Blütenblättern macht es sich super. Es klumpt nicht wie Füllwatte. Danach habe ich die Blütenblätter um den Kreis gesteckt und knappkantig festgenäht. Hier habe ich ein bisschen Mist gebaut und der Kreis-Stoff hat stellenweise Falten geworfen, sodass ich ihn mehrlagig festgenäht hatte. An den Stellen musste ich dann auftrennen und nochmal annähen. Danach noch der 2. Stoffkreis darauf und füßchenbreit zusammengenäht (Wendeöffnung nicht vergessen). Noch mit Füllwatte füllen, Wendeöffnung schließen und fertig ist es.


Joa, kann man so machen. Ich mag meine Blumenkissen sehr und würde sie auch genau so wieder nähen. (Ob das so fachmännisch ist, weiß ich nicht – ist mir aber egal)

Viele Grüße,
Katharina



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