Dienstag, 14. Juli 2020

Das allererste Geburtstagsoutfit. Oder: Mama im Glück (nach einem kleinen Krimi).

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Hallo  zusammen :)

Neulich war es soweit: Es war an der Zeit, ein Geburtstagsoutfit fürs Baby zu nähen. Als nähende Mama freut man sich da ja drauf. Ein Shirt mit einer großen 1 wollte ich nicht haben. Es sollte ein Oberteil und eine Hose werden. Die Stoffe dafür hatte ich schon da, fehlte noch der passende Schnitt.

Eine Zeit lang habe ich die Augen offen gehalten, aber so richtig klick hat es nicht gemacht. Als der 1. Geburtstag näher rückte (kleiner Spoiler: ich habe nicht in der letzten Nacht genäht, aber ein kleiner Krimi war es am Ende schon noch), habe ich mich also durch Makerist geklickt. Nach ein paar Seiten Babyklamotten dachte ich "ok, nimmste das Shirt XY, das ist doch ok" und habe trotzdem weiter geklickt. Ich weiß nicht genau, warum. Lust hatte ich keine mehr. Und dann kam doch noch dieses ganz schöne Shirt: Die Tunika "lockerflockig" von Rabaukentochter.


Das war Liebe auf den 1. Blick. Diese einfach gehaltene Jersey-Tunika mit den farbigen Bündchen, unten ne Vo-Ku-Hi-La (vorne kurz und hinten lang) und dazu das breitere Bündchen. Ja, die sollte es werden. Da kommt der Schmetterlings-Käfer-Stoff schön zur Geltung.

Fehlte noch der Schnitt für die Hose. Ne Leggins. Kann doch so schwer nicht sein. Und tadaaaa: Von der Rabaukentochter gibt es die Leggins Rabaukenlady, sogar als FreeBook. So war diese Entscheidung schnell getroffen.

Zuerst habe ich die Hose genäht. Ich dachte ja, ich hätte gut zugeschnitten. Naja. Im oberen Bereich treffen petrolfarbene auf weiße Streifen, statt auf petrolfarbene. Aber egal, die Tunika wird es richten. Graues Bündchen dran, unten gesäumt, fertig.


Weiter mit der Tunika. Stolperstein 1: Mein halber Meter Stoff. Ich dachte, für so ein Baby reicht das ja. Für ein normales Shirt bestimmt. Für eine hinten schön lang geschnittene Tunika ... reicht er ganz, ganz, ganz arg knapp. Weiter mit den Bündchen. Tja, das schöne türkis-petrol-geringelte Bündchen, das ich passend zum Shirtstoff gekauft hatte, passte nun nicht mehr zum Hosenstoff, den ich erst spter gekauft hatte. Ätschbätsch.

Also habe ich meine Bündchen raus gekramt. Das einzige, was überhaupt in Frage gekommen wäre: GRAU. Och nööööö, das ist so trist. Ich: ab ins Internet und los gesucht. Es sollte ein dunkler, beeriger Rotton werden, zum Stoff passend. Habe dann auf gut Glück ein Bündchen in "mittelrot" geordert. Es wurde auch am nächsten Tag verschickt, machte kurz Station in Hamburg und von dort Richtung Süden. Und irgendwo auf halber Strecke wurde es dann vom Paketlieferanten 3 Tage eingelagert. Ich wartete und wartete und klickte auf den Verfolgungslink. Auch die Wäsche wartete, denn ich brauchte ja eine Masse, mit der ich das Bündchen waschen konnte.


Und dann kam es. Die Farbe war perfekt, aber *räusper* es war quasi ein Schnipsel. Ich Heldin habe das Bündchen nämlich in den Warenkorb gelegt und bestellt. Leider ohne die Menge hochzusetzen. So habe ich ein 10-Zentimeter-Stück bekommen. Aaaaaahhhhhhhh! Aber Schreien hilft nichts. Ab in die Waschmaschine, trocken bügeln, ausmessen, hier 5 mm in der Höhe weg, da auch noch, messen, rechnen .... passt. 2 Minischnipsel waren übrig. Ich hatte richtig Bammel davor, diese Mini-Armbündchen anzunähen. Ich wusste ja: ich habe genau einen Versuch. Und der ist mir zum Glück geglückt. Puh, geschafft. Als dann bei der Anprobe noch der Kopf durchs Shirt passte, war ich voll und ganz zufrieden.

Es wird wohl nicht die letzte Kombi dieser Art bleiben. Beim nächsten Mal dann hoffentlich ohne Bündchenkrimi.

Und noch eine Notiz: Ich habe bei beiden Teilen die Größen 74 (Breite) und 80 (Länge) gemixt. So passt es am besten zum Baby. An dieser Stelle bin ich mal wieder sehr froh, nähen zu können und somit Dinge so anzupassen, wie sie gebraucht werden.
 
Liebe Grüße,
Katharina


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Dienstag, 7. Juli 2020

Eine Kinderwagentasche für die Flasche. Und Snacks.

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Hallo,

heute zeige ich euch unsere Kinderwagentasche für die Flasche. Und natürlich passen da auch noch Snacks rein. 2 Fails habe ich auch eingebaut. Einen konnte ich wieder ausbauen, der zweite ist nicht mehr zu ändern. Vielleicht wird die Tasche also nochmal abgelöst. Nichts desto trotz will ich sie hier in meinem "Nähtagebuch" verewigen.



Am Anfang war der Wunsch nach einer Tasche, die man am Kinderwagen befestigen kann und in der man die Trinkflasche verstauen kann. Ich war es leid, immer in meiner Tasche zu kramen und überhaupt läuft man auch Gefahr, dass das Fläschchen mal umkippt. Auch wenn es nur Wasser ist: ich kann mit meiner Zeit etwas besseres anfangen als meinen Tascheninhalt trocken zu legen. Und von all dem abgesehen sah der Freund leicht unmöglich aus, wenn er mit der Flasche in der Gesäßtasche losmarschierte.

Flaschentaschen habe ich ja schon ein paar genäht (siehe *hier*). Nach dem gleichen Prinzip sollte es nun eine für den Kinderwagen werden, nur eben nicht zum umhängen, sondern zum an der Schiebestange befestigen. Dafür habe ich eine Schlaufe mit Druckknöpfen eingenäht. Das funktioniert soweit ganz gut.


Bei den Maßen habe ich mich ein wenig vertan, da ist die Tasche etwas üppig geworden. Dafür passt jetzt auch mal die Mütze mit rein. Oder die Sonnenbrille. Oder auch beides. Nicht kompatibel damit ist allerdings die Verstärkung mit nur einer Lage H630 auf dem Außenstoff aus Baumwolle. In Kombination mit einem superdünnen, beschichteten Innenstoff ist die Tasche in dieser Größe einfach unförmig - oder labberig, wie man hier sagen würde. Das ist nun so und lässt sich nicht ändern. Beim nächsten Mal würde ich noch eine ordentliche Schabrakeneinlage aufbügeln.

Ursprünglich hatte ich auch noch ein Gurtband eingenäht, das bis in den Taschenboden reichte. Damit sollte man die Snackdose, die unter der Flasche gelagert werden sollte, aus den Tiefen der Tasche holen können. Soweit die Theorie. In der Praxis habe ich einfach so viel Luft zu den Außenmaßen der Flasche dazu gegeben, dass man problemlos einfach reinfassen kann. Davon abgesehen passt unser Keksdöschen auch wunderbar senkrecht neben die Flasche. Damit das Band nicht unsinnig herumbaumelt, habe ich es postwendend wieder herausgetrennt. Satz mit X, war wohl nix. Auch egal, ich werde auch in Zukunft tüfteln, wenn ich eine Idee habe.

Viele Grüße,
Katharina


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Dienstag, 30. Juni 2020

Lampion selber nähen - ich hab's einfach mal versucht

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Hej!

Lampions im Garten sind was tolles, nicht wahr? Also ich mag die bunten Dinger, die im Wind tanzen, sehr. Aus Papier ist das natürlich so eine Sache, da hält die Freude nur bis zum nächsten Regen (ok, vielleicht ein bisschen länger, aber optimal und haltbar ist das nicht). Bei Pinterest habe ich ein Bild von einer schönen Laterne aus bunten Stoffstreifen gesehen. Leider verbarg sich hinter dem Pin weder eine Anleitung noch ein Link dorthin. Ich habe ein bisschen gegoogelt - aber alles, was ich fand, überzeugte mich nicht.

Nähen wollte ich natürlich trotzdem, denn: wenn man eine gute Geschenkidee hat, sollte man die nehmen - wer weiß, ob man nochmal eine neue Idee bekommt. Und: Was habe ich schon zu verlieren? Ein bisschen Stoff (davon habe ich reichlich) und etwas Zeit (ok, die ist kostbar, aber egal). Ich habe also Stoffe herausgesucht, in Streifen geschnitten, diese zusammen genäht, oben und unten umgebügelt, "gesäumt", Draht eingezogen, einen Aufhängedraht angebracht und das ganze mit etwas Webband verziert.


Fazit: Joa, gefällt mir und der Lampion schwebt auch schön im Wind, während die Bänder dazu flattern. Kann verschenkt werden. Und hat Wiederholungspotential. Allerdings: Meine Drahtkonstruktion ist - im wahrsten Sinne des Wortes - noch nicht ganz rund. Das werde ich versuchen, beim nächsten Mal zu optimieren.


Viele Grüße,
Katharina


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Dienstag, 23. Juni 2020

Für schöne Träume: eine Regenbogen-Bettschlange

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Hallöle 😀

Ich habe da mal nen Regenbogen genäht. Oder halt ne Bettschlange in Regenbogenfarben. Wie ihr mögt. Mein Ziel war die Bettschlange und bei der Überlegung, welchen Stoff ich dafür nehme, kam mir die Idee mit dem Farbverlauf.


Zugegeben, der grün-blaue Bereich ist etwas ausgeartet. Aber was solls. Das schlafende Baby sieht's ohnehin nicht. Und bei Tageslicht ist die Wurst so doch ganz schön anzuschauen.


Verwendet habe ich 13 verschiedene Stoffe, 12 davon doppelt. Meine Bettschlange besteht also aus 25 Streifen mit einer Breite von 10 cm (+ Nahtzugabe) und ist somit 2,50 Meter lang. Über die Länge habe ich etwas nachgedacht und nach einigen Wochen im Einsatz kann ich sagen: für uns passt das so.


Der Durchmesser der Bettwurst sollte eigentlich 10 cm werden. Bei einer Nahtzugabe von 2 x 7 mm hätten meine zugeschnittenen Streifen somit 33 cm lang werden müssen. Da ich ein Lineal mit 32 cm Länge habe, habe ich es mir etwas vereinfacht, sodass das Würstchen nun nur 9,7 cm im Durchmesser misst. Das ist etwas dünn, da würde ich beim nächsten Mal wohl auf 12 oder noch etwas mehr gehen.


Um den Regenbogen dann befüllen zu können, habe ich 3 Wende- bzw. Befüllöffnungen offen gelassen. Gewendet habe ich den Schlauch natürlich nur durch eine Öffnung, aber zum Befüllen waren die anderen beiden schon gold wert.


Wieviel Füllmaterial da nun drin steckt, kann ich nicht genau sagen, da ich auch einige Reste aufgebraucht habe. Hier kommt es auch immer darauf an, wie fest man die Watte stopfen will. Ich würde mal auf knapp 2 Kissenfüllungen von 40 x 40 cm oder vielleicht anderthalb Kissen vom Format 50 x 50 cm tippen. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

Viele Grüße,
Katharina


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Dienstag, 16. Juni 2020

3 auf einen Schlag: ein Taschen-Trio

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Huhu

Heute zeige ich euch gleich 3 Taschen bzw. Täschchen auf einmal. Ich habe dieses Trio aus dem gleichen Stoff genäht und verschenkt. Und: Alle 3 Schnitte gibt es als Freebook. Ich verlinke euch diese weiter unten im Post. Der Stoff, aus dem meine Täschchen sind, ist aus der Serie "Ring a Roses" von Gütermann. Leider hat er sich beim Waschen sehr verzogen, was bei diesem Muster für große Schnittteile echt fies ist. Total schön finde ich ihn trotzdem, sowohl das Muster als auch den Blauton.


1. Stoffbeutel Oma's Liebling
Mein Dauerbrenner. *Hier* könnt ihr alle sehen, die ich schon genäht habe. Ich liebe diesen Einkaufsbeutel, weil so herrlich viel rein passt und die Henkel so lang sind, dass man die Tasche über den Schultern tragen oder im Auto auch mal einen Knoten rein machen kann, damit nichts rausfällt. Das Schnittmuster gibt es bei Farbenmix *hier*


2. KrimsKramsTäschchen Beroende
Dieses Täschchen hatte ich in großer Stückzahl schon zu Weihnachten verschenkt (schaut mal *hier*). Es ist ideal für Kleinkram in der Tasche und die Anleitung gibt es bei Zauber-Na(h)nna *hier*



3. Ganz glitzeklein: ein Einkaufswagenchiptäschchen
Ergänzt habe ich das Taschen-Set noch mit einem Einkaufswagenchiptäschchen. Diese habe ich ebenfalls schonmal in Serie genäht (ihr findet sie *hier*). Mein Mini-Täschchen mit dem Chip möchte ich nicht mehr missen, denn seit ich es habe, hat das Suchen nach Kleingeld oder dem Plastikchip ein Ende. Die Anleitung ist von kinderleicht und schön und ihr findet sie *hier*


Auf bald!
Katharina

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Dienstag, 9. Juni 2020

Probegenäht: Das neue Schnittmuster von Greenfietsen - Täschchen KISS

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Hallo,

heute kann ich mal wieder ein Probenähergebnis zeigen. Katharina von Greenfietsen hat eine neue Nähanleitung geschrieben und zwar für ein kleines Laschentäschchen, das Täschchen KISS. Dieses gibt es in 5 verschiedenen Größen und es kann zusätzlich auf eigene Wunschmaße angepasst werden. Und das ist wirklich nicht schwer, sonst würde ich es nicht extra erwähnen.


Die Besonderheit des Täschchens? Es kommt ohne Knopf, Reißverschluss, Klettverschluss, Magnetknopf, Schnalle oder ähnlichem aus. Verschlossen wird es durch eine Klappe, die man durch eine Lasche zieht - und die schneidet man einach aus einem Stückchen Stoff zu. Toll für die Umwelt und unseren Geldbeutel. Und ein weiterer Vorteil ist natürlich, dass man immer alles im Haus hat und der passende Verschluss niemals fehlt.


Nun zu meiner Näherei: ich habe nur 2 Größen genäht, das Mini-Täschchen (das quasi die Basisgröße ist) und zusätzlich ein Stifte-Etui. Dieses könnte man noch mit einem Tunnel sowie Gummizug versehen, um es an ein Notizbuch zu schnallen. Eine tolle Option, aber ich wollte die Tasche für die Kinderzahnbürste nutzen und dafür brauche ich natürlich keinen Gummi.


Genäht habe ich das kleine Laschentäschchen innen und außen aus Baumwolle. Beim Etui aka der Zahnputzhülle habe ich innen auf Wachstuch zurückgegriffen.


Und wisst ihr was? Das Täschchen hat großes Potential, mal eines meiner "Seriengeschenke" zu Ostern oder Weihnachten für die ganze Familie und für Freunde zu werden, denn: hat man einmal ein Täschchen genäht, gehen alle weiteren ruckizucki und das ist bei einer größeren Stückzahl ja supergut.



Wer auch gerne viele Geschenke näht oder einfach ein kleines Täschchen für seinen Kram in der Handtasche oder im Kulturbeul oder das Hobbyzubehör oder oder oder (das Täschchen ist wirklich in ganz vielen Bereichen einsetzbar) braucht, der gehe doch einmal zu Katharina auf die Greenfietsen-Seite, dort findet ihr jede Menge Infos und die Bezugsquellen für diese ausführlich bebilderten Anleitung: HIER KLICKEN


Und wer jetzt von den Fotos überrascht ist: Ich habe den Flatlay-Crashkurs von Lisa/Mein Feenstaub mitgemacht und danach drauf los geknipst. Leider weiß ich nun auch nicht, welches Foto ich am besten finden soll, deshalb zeige ich hier einfach ganz viele (nicht alle ;) ). Ihr dürft also gespannt sein, ob sich hier fototechnisch ein wenig was ändert.


Liebe Grüße,
Katharina


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Dienstag, 2. Juni 2020

Stilleinlagen nähen aus Stoffresten (mit Anleitung)

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Hallo  zusammen :)

Vor einiger Zeit habe ich mir - besser spät als nie - Stilleinlagen genäht. Die Vorteile: Kein Müll, kein Neukauf (spart Wege und Geld) und: sie rutschen weniger im BH umher und knistern kein bischen. Ich weiß: man kann Stilleinlagen in den BH kleben. Aber ehrlich: das fand ich richtig unpraktisch, das hat bei mir nicht funktioniert.


Zuerst habe ich mir überlegt, aus welchem Material ich die runden Kisselchen am besten nähe. Sie sollten etwas saugfähig sein, aber natürlich nicht zu dick. Frottee? Na besten Dank, dann habe ich dauerhaft einen Ameisenhaufen auf den Brüsten. Mag ich nicht. Musselin? Gibt auch ein Abdruckmuster. Jersey? Der saugt ja fast gar nichts. Versucht habe ich es dann aus 4 Lagen: Außen Jersey und in der Mitte 2x Musselin.

Dann habe ich mir Gedanken gemacht, wie das alles am besten zusammen hält. Erster Gedanke: mit der Overlock kreisrund außenrum nähen, wie bei Abschminkpads. Aber: ich kann das nicht gut. Also habe ich da keine Lust drauf. Wie dann? Mein Gedanke: Die müssen ja überhaupt nicht dehnbar/elastisch sein. Ich nehm die ganz normale Nähmaschine. Mit Jersey-Nadel und Obertransport sollte das klappen.

Nachdem das "geklärt war", habe ich zuerst ein Test-Paar genäht. Und weil ich das für gut befunden habe und es sowohl die 60-Grad-Wäsche als auch den Trockner gut überstanden hat, ging ich in Serie, sodass ich nun zwischen 2 Waschmaschinenwaschgängen über die Runden komme. Und weil das Thema vielleicht noch mehr Stillmamas interessiert, habe ich mitgeknipst und erzähle euch jetzt, wie ich meine Stilleinlagen genau genäht habe.


Zuerst braucht ihr Reste von Jersey und Musselin. Die Stücke sollten etwas größer sein als die fertige Stilleinlage und vom Jersey wären 4 gleiche Stoffstücke "ganz nett" - der Optik wegen. Ich habe da wirklich wild gemischt was die Restekiste hergab. Ihr legt dann zuerst ein Musselin-Stück vor euch und darauf das zweite. Es folgt eine Lage Jersey mit der rechten (schönen) Seite nach oben und darauf ein zweites Jersey-Stück, jedoch mit der rechten Seite nach unten. Bei einem Stoff, der mit einem Muster bedruckt ist, habe ich einfach entschieden, dass die linke Seite ohne Muster "meine rechte Seite" wird. Nicht, dass er Druck nachher an mir haftet. Obwohl, so ein "Anker-Tatoo" auf der Brust ... zurück zum Thema.


Zeichnet euch einen Kreis auf euer Stoffpäckchen. Der Kreis soll so groß sein, wie die Stilleinlage später werden soll. Ich bin mit meiner Einmalstilleinlagen durch die Wohnung gezogen und habe die Trinkschokoladendose als gut passend gefunen. Dann wird das Päckchen mit ein paar Nadeln zusammen gesteckt.


Los geht es mit dem Nähen: 1x im Kreis herum auf der Linie - aber lasst eine Wendeöffnung.


Dann wird die Nahtzugabe mit der Zickzackschere bis kurz vor die Naht zurück geschnitten. Nur im Bereich der Wendeöffnung muss etwas mehr Stoff stehen bleiben.

Next step: Wenden und ausformen. Beim Wenden darauf achten, dass ihr zwischen die Jerseylagen greift und alles dazwischen heraus zieht, sodass später außen Jersey und innen Musselin ist. Die Nahtzugabe nach innen schlagen und mit einer Stecknadel fixieren.

Noch einmal knappkantig außenrum steppen und schon ist die Stilleinlage fertig.


Ich gebe zu, die Einlagen sehen etwas wellig aus und das sieht man auch durch den BH und das T-Shirt. Aber: das ist nur am Anfang so, bei mir hat sich das ganz schnell gelegt und die selbstgenähten Einlagen haben nicht mehr aufgetragen als die gekauften.

Fazit: Das hätte ich schonmal früher tun sollen. Trotzdem bin ich froh, dass ich sie noch genäht habe.

Viele Grüße,
Katharina


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Dienstag, 26. Mai 2020

Eine Kindergarderobe. Kunterbunt und selbst gemacht.

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Hallöle

Hier neulich so: Noch ein bisschen Winter (morgens), aber auch schon Frühling (mittags) und ein klein wenig sommerlich (vereinzelt). Und der Jacken-Anzüge-Matschosenbestand vom Baby so: 2 ... 5 ... viele. Der Korb für Jacken, Mützen, Überziehschuhe und solchen Kram quoll längst über. Ich habe versucht, die Jacken etc. zu falten und neben dem Korb zu stapeln. Sah ok aus. Bis zum nächsten Ausgang. Natürlich war die Jacke, die oben auf lag, nie die, die wir gerade brauchten. Der Jackenberg machte den Pisa-Turm und stürzte sich dann wahlweise gegen das Mützenkörbchen oder komplett von der Komonde.


Eine kleine Weile lang habe ich mir das angeschaut und mitgemacht. Und dann eine Garderobe auf die DIY-Liste gesetzt.


Ein Brett haben wir beim Aufräumen in der Garage gefunden, 4 Haken hatte ich noch im Materialfundus und 3 weitere haben wir uns aus dem Baumarkt mitbringen lassen (Anmerkung für irgendwann mal: zu Corona-Zeiten verlies man möglichst wenig das Haus). Das Brett wurde gekürzt und die Löcher vorgebohrt. Next step: Die Gestaltung. Aber wie nur? Ich habe ein bisschen drüber nachgedacht. Das ist ja immer gut. Und dann habe ich mich an eine Instagram-Story von Bine Brändle erinnert, in der sie Steine bemalt hat. Ich wollte das Muster unbedingt auch irgendwo haben. Nur wo? ... Na auf dem Brett! So viel Fläche!


Die Multimarker von Bine hatte ich mir Ende letzten Jahres schon bestellt und nur für ein kleines Projekt genutzt. Nun waren sie fällig. Das Brett bot ja reichlich Fläche. Klar, das hat ein bisschen Zeit gekostet. Aber es war so meditativ! Und die ganze Farbe macht richtig gute Laune. Und süchtig. Ein paar Mal dachte ich: "Jetzt bin ich fertig". Und dann: sah ich doch wieder einen Kringel, in den ich noch ein Tüpfelchen machen könnte. Und noch eins. Und hier noch. Und da.


Irgendwann habe ich dann die Stifte weg gepackt und das Brett wurde an die Wand geschraubt. Klar, es gibt diese Kreise, in die hätte man noch etwas Farbe malen können. Es gibt Blümchen ohne Tupfen in der Mitte. Aber: die Garderobe sieht gut aus, wie sie da an der Wand hängt. Man sieht das nur, wenn man sie ganz genau betrachtet. Ok, ich mach das manchmal. Aber dann schau ich halt ein anderes Stückchen von der Garderobe an. Kurzum: Ich bin voll zufrieden mit meiner Malerei und der neuen Jacken-Ordnung.


Liebe Grüße,
Katharina

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Dienstag, 19. Mai 2020

Eine Jack-Tar-Bag mit langer Geschichte und Komplettverwandlung

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Hey!

Heute habe ich eine Tasche mit Geschichte für euch.
Es war vor einem Jahr, als ich mir meine Jack-Tar-Bag genäht habe. Sie gefiel mir so gut, dass ich dachte, die nähe ich meiner Bloggerfreundin Kati zum Geburtstag. Und weil die so groß ist, zählt das Geschenk für Weihnachten gleich mit. Das war der Plan.

Nach dem Plan kam das Baby, noch bevor ich die Tasche nähen konnte und danach hatte ich keine Zeit dafür. Hm. Also habe ich den Plan verschoben und dachte mir, dass ich das ja auch zu Weihnachten machen kann. Weihnachten kam und ihr könnt euch sicher denken: ich habe es nicht geschafft, die Tasche zu nähen. Was ein Glück!

Ja, da hatte ich wirlich Glück, denn Kati hat sich einem Umstyling unterzogen und die Tasche hätte mit den von mir geplanten Materialien nicht mehr zu Kati gepasst.


Dann habe ich mir neue Gedanken gemacht, wie die Tasche denn nun werden sollte und habe mich für den Jeansstoff mit Pünktchen für außen sowie einen rosafarbenen Unistoff für innen etschieden und die Tasche dann auch tatsächlich genäht. Die Henkel habe ich 2-farbig genäht, um das rosa an dieser Stelle nochmal etwas sichtbar zu machen. Der Tragegurt ist aus rosa-weiß-gestreiftem Gurtband und innen habe ich - wie bei meiner Tasche - ein großes Reißverschlussfach für Wertsachen (Geldbeutel, Schlüssel, Handy) genäht. Das ist mir wichtig bei einer Tasche, die so offen ist.

Und dann war die Tasche fertig. Oder auch nicht. So, wie die Tasche jetzt ist, finde ich sie sehr nackig. Der fehlt noch was. Ich habe mir den Kopf zerbrochen, diverse Farben, Materialien und Techniken durchgespielt. Entscheiden konnte ich mich nicht. Letztendlich habe ich die Tasche mitten im Jahr und ganz ohne Geburtstag und Weihnachten an Kati verschickt und ihr geschrieben, dass sie die Tasche doch nach ihren Wünschen "pimpen" soll, denn das kann sie richtig gut.

Nun bin ich gespannt, was dabei heraus kommt und mache es mir am Geburtstag (den wir übrigens am gleichen Tag begehen) und an Weihnachten einfach. Hihihi :)

Liebe Grüße,
Katharina



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Dienstag, 12. Mai 2020

DIY-Kits für Kids: Blumenkranz, Ostereierkranz und Lego-Girlande

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Hallo  zusammen :)

Schon wieder komme ich hier mit einem kreativen Papierbeitrag daher. Aber keine Sorge, es geht dann mit etwas genähtem weiter.

Heute zeige ich euch gleich 3 DIY-Kits für Kids. Das sind Bastelsets, die ich zusammengestellt habe. Ursprünglich wollte ich sie zu Ostern verschenken. Als dann aber wegen Corona keine Schle und kein Freizeitprogramm mehr stattfand, habe ich sie schon früher verschickt - in der Hoffnung, dass die Kinder etwas beschäftigt und die Eltern ein klein wenig entlastet sind.

Fangen wir an mit dem Blumenkranz. Den habe ich an 2 Grundschülerinnen verschickt.

Die Blumen (und ein paar Blätter) aus Tonpapier werden zuerst angemalt, dann ausgeschnitten und anschließend auf einen Pappkranz geklebt.

Und weil auch Jungs kreativ sein können, die meisten aber nicht auf Blümchen stehen (ich will hier keinen in Schubladen stecken, aber es gibt eben 10-jährige, denen ich damit nicht kommen brauche), gab es noch eine Lego-Girlande

Hier sollten verschiedene Legogesichter in die Köpfe gemalt werden. Dann ausschneiden und zusammenknoten und schon hat man eine schöne Girlande.

Und für die Kleinste im Kindergartenalter gab es noch einen Ostereierkranz als Vereinfachung des Blumenkranzes.



Die Vorgehensweise dabei war wie beim Blumenkranz.

Ich habe mir auch Gedanken gemacht, ob ich hier Druckvorlagen und meine Anleitungen veröffentliche. Da ich mir die Vorlagen aber aus dem Internet zusammen gesucht habe, habe ich mich aus rechtlichen Gründen dagegen entschieden. Zeigen wollte ich euch die Ideen trotzdem. Vielleicht inspirieren sie euch für ein ähnliches DIY. Vorlagen sowohl für Blumen als auch Eier oder Legoköpfe findet sicher jeder.

Auf bald!
Katharina

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