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Hallo,
in diesem Jahr gibt es bei "
Etagerenzauber und mehr" einen kreativen Adventskalender und heute darf ich mich hinter dem 15. Türchen verstecken. Vielen Dank an Nicole, dass Sie den Kalender organisiert und mir ein Türchen überlassen hat.
Nun zum kreativen Teil: Geht es euch so wie mir und ihr könnt euch selbst von kleinen Stoffrestchen nicht trennen? Dann könnt ihr diese jetzt mal ausgraben und nach meiner Idee verarbeiten: Wir fertigen Motive, die ihr dann für Karten oder als Anhänger verwenden könnt.
Ihr braucht:
- Stoffreste (natürlich könnt ihr euch auch etwas von einem großen Stoffstück abschneiden)
- Karton (Größe ca. DIN-A4, ich habe ausrangierte Papp-Register verwendet)
- Klebestift und Schere
- evtl. Rollschneider und Patchworklineal
- jede Menge Garn (ich habe mal alle weißen Reste aufgebraucht)
- eine Nähmaschine
Zuerst habe ich meine Schnipselsammlung gebügelt und nach Farben sortiert, um sie später nach Farben getrennt zu verarbeiten. Ihr könnt sie aber auch wild gemischt lassen. Danach müssen die Stoffreste in schmale Streifen geschnitten werden. Ich empfehle eine Breite von 2 cm und eine Länge von mindestens 10 cm. Alles, was kleiner ist oder ihr abgeschnitten habt > weg damit. Für mich war das übrigens eine ideale Gelegenheit, mich mal mit meinem Rollschneider etwas anzufreunden. Damit und mit einem Patchworklineal ging das echt gut. Pingelig genau müsst ihr hier übrigens nicht arbeiten. Beim schneiden der Streifen habe ich auch immer wieder an all die Sachen gedacht, die ich aus den jeweiligen Stoffen genäht habe. Ihr habt dann also auch gleich euren ganz persönlichen Näh-Jahresrückblick ;)


Weiter geht es mit dem Karton. Von oben her einige Zentimeter mit Kleber einstreichen und darauf die Stoffstreifen kleben, immer schön mit wechselnden Mustern. Diese müssen sich dabei um circa die Hälfte (ca. 1 cm) überlappen, ein bisschen wie beim Kartoffelgratin oder bei der Tomate-Mozzarella-Platte ;) Wenn ein Stoffstreifen mitten im Karton endet, könnt ihr einfach einen weiteren ansetzen (Vergleich: wie beim Laminat verlegen, nur dass ihr hier auch mal den Stoff wechseln könnt). Das macht ihr, bis euer Pappbogen voll ist. Nun näht ihr die Streifen, die oben liegen, knappkantig ab. Auch hier wieder: Nehmt es nicht zu genau, die Nähte dürfen ruhig etwas schief sein, das sieht ganz nett aus (also lasst ruhig auch eure Kinder ran, die können hier wunderbar geradeaus nähen üben). Wenn der Karton nicht mehr in die Nähmaschine passt: umdrehen und von der anderen Seite weiterarbeiten. Wählt deshalb den Karton nicht zu groß. Ich empfehle ca. DIN-A4-Format. Und noch ein Hinweis: Es kann passieren, dass ihr Kleberreste an der Nadel hängen habt. Also entweder gut durchtrocknen lassen oder vielleicht eine günstige Nadel einsetzen.

Nun braucht ihr ein paar Schablonen. Ich habe mich für Herzen, Weihnachtsbäume und Sterne entschieden. Bestimmt findet ihr etwas geeignetes zu Hause oder ihr sucht euch eine Vorlage im Netz. Die zeichnet ihr auf die Rückseite eures Kartons: wild durcheinander und möglichst so, dass ihr viel von eurem Streifenbogen ausnutzt. Wie beim Plätzchen ausstechen ;) da seid ihr doch bestimmt gerade sowieso in Übung.
Nächster Schritt: Ausschneiden. Dann unbedingt das Motiv umdrehen und schauen, welche Streifen auf der Vorderseite sind (das fand ich persönlich ja richtig spannend). Nun noch 1x außenrum nähen (klar, ihr müsst es wieder nicht ganz genau nehmen) und fertig. Da ich sehr viele Stoffreste gesammelt hatte, habe ich nun einen Jahresvorrat an Anhängern.

Und falls eure Kinder so klein sind, dass sie noch nicht nähen können: Gebt ihnen ein paar Rollen Masking-Tape, damit können sie Anhänger in der easy-peasy-Version basteln.
Die Formen könnt ihr als Anhänger für eure Geschenke verwenden ...
... oder sie auf Pappanhänger kleben ....
.... oder eure Weihnachtskarten damit gestalten.
Ich hoffe, es hat euch gefallen, wünsche euch viel Spass beim Nachmachen und eine schöne restliche Adventszeit.
Liebe Grüße,
Katharina
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