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Hallo,
nun bin ich schon wieder ein paar Tage aus dem Urlaub zurück und der Alltag hat mich wieder. So manches Mal habe ich im Urlaub wirklich denken müssen, dass es zu Hause womöglich schöner wäre. Deshalb hier meine 10 Urlaubsvermieser. Vielleicht könnt ihr bei der Vorstellung ein wenig darüber schmunzeln? Vielleicht liest ja auch ein Hotelier mit und kann damit etwas anfangen? Ich musste es auf jeden Fall mal aufschreiben.
1.) Schnupfen. Hatte ich gar nicht eingepackt. Zum Glück hilft die Nordseeluft ganz gut.
2.) 2 Schulklassen, die - unabhängig voneinander - im falschen Wagon des ICE's gelandet sind, weil der Zug spontan auf einem anderen Gleis fuhr (ist mir in Hamburg jetzt 3 Jahre nacheinander passiert) und nach der Device "Hauptsache alle im Zug" absichtlich in den falschen Wagen gestiegen sind. Die beiden Klassen hätten dann aneinander vorbei gemusst. Da es im Zug aber ohnehin schon sehr voll war, hat das nicht geklappt und so standen die Schüler samt Gepäck im Gang. Und andere Zugreisende natürlich auch. Nichts ging mehr. Schüler und Lehrer taten mir schon Leid. Aussteigen konnte bei der Verstopfung eigentlich auch keiner mehr. Wir haben unsere reservierten Plätze mit Glück vor dem Stau erreicht und fuhren bis zur Endstation :)
3.) Matratzen, die jede Nacht Rückenschmerzen machen. Selten habe ich so schlecht geschlafen. Natürlich wirkt sich sowas auf die Laune aus.
4.) Hotelzimmertüren, bei denen der Schallschutz wohl vergessen wurde. Mehrfach lag ich abends im Dunkeln im Bett und dachte, es stünden Leute in unserem Zimmer. War natürlich nicht so, hörte sich nur so an. Saublöd.
5.) Fehlende Verdunklungsmöglichkeiten. Ein Vorhang wäre im August wenn's früh hell wird richtig schön, wenn's schon keine Rollläden gibt.
6.) Bescheuerter Sichtschutz am Fenster, wenn man im Erdgeschoss wohnt und das Fenster am Zugang von der Straße zum Hoteleingang liegt. Leider konnte man die vorhandenen Plissees nur von oben nach unten schließen. Da die Passanten ehr im unteren Teil reinschauen konnten, mussten wir diese also immer geschlossen halten. Vollflächig. Technisch wäre es ja möglich, sie von unten nach oben zu schließen. Dann hätten wir wenigstens noch den Himmel gesehen. Aber wir konnten die Dinger ja schlecht ummontieren.
7.) Schlechtes Wetter. Windstärke 6, immer mal wieder Regen. Spontan und gerade so in der Menge, dass es für durchnässte Hosen reicht. Nein, Schirm hilft nichts, denn bei starkem Wind kommt der Regen nicht mehr von oben. Dazu wurde ich zweimal von einer Welle erwischt. Die davor (und danach) waren ehrlich nicht so hoch. Und meine Hose bis übers Knie sandig, salzig und nass. Aber die Fotos, die ich da geschossen habe, sind gut geworden ;)
8.) Fehlende Garderobe/Aufhängemöglichkeit im Hotelzimmer. Kommt bestimmt nicht oft vor, dass man an der Nordsee nassgeregente Jacken und Hosen aufhängen möchte. Oder alternativ Badekleidung und Handtücher. Ein paar Haken außerhalb des Schrankes wären schon schön gewesen. Gilt auch für andere Reiseziele.
9.) Keine Wirtshauskultur. Da könnten sich die Friesen von den Bayern mal was abschauen ;) Dass es im August nicht ruhig auf der Insel sein würde, war mir klar. Dass es aber so wenige Gaststätten gibt die dann so überfüllt waren, damit hatte ich nicht gerechnet. Hauptmahlzeit um 16:30 Uhr war dann unsere Lösung. SB-Restaurants haben ja zum Glück durchgehend warme Küche und um diese Uhrzeit sogar einen Sitzplatzt frei.
10.) Deutsche Bahn nochmal (wir mussten ja wieder zurück fahren). Geänderte Wagenreihenfolge. Stellt euch vor, der Bahnsteig von Westerland auf Sylt. Es ist Vormittag, viele abreisende Urlauber warten mit ihrem Gepäck auf den Zug. Und dann fährt dieser ein mit geänderter Wagenreihenfolge. Ohne Vorwarnung. Schlagartig setzten sich alle in Bewegung, Bereich A tauscht mit Bereich E, Bereich B tauscht mit Bereich D, Bereich C hat Glück gehabt ;)
So, das war jetzt mal eine Negativsammlung. Warum ich euch davon schreibe? Weil einfach nicht immer alles so toll ist, wie es im Blog vielleicht aussieht. Ganz bald zeige ich euch nämlich die Fotos von den schönen Momenten, mit blauem Himmel und Sonne. Die vielen Regenmomente habe ich nämlich nicht fotografiert. Es wird nach einem tollen Urlaub mit tollstem Wetter aussehen. Darf es auch.
Ein tolles Buch kann ich euch noch empfehlen: Eat, bike, live - das Sylt-Reisebuch von Vera und Katharina-Maria. Es ist kein normaler Reiseführer mit Daten, Fakten, Kirchenfotos sondern ein wunderschön illustriertes Buch mit tollen Fotos und Tipps, die man im Urlaub wirklich braucht und dazu kurze, pfiffige Texte. Vor dem Urlaub habe ich es verschlungen und hoffe nun auf weitere Bücher vom
Eat-Write-Live-Team.