Dienstag, 25. April 2017

Tasche "Paris" mit Knopf zum Taschen-Sew-Along im April

Hallo,

heute zeige ich euch nochmal eine Tasche mit Knopf, passend zum Taschen-Sew-Along-April-Thema. Genäht habe ich das Modell "Paris" aus dem Buch "Noch mehr tolle Taschen selbst genäht" von Miriam Dornemann und Malwina Ulrych - allerdings mit ein paar Änderungen.

Meine erste Änderung war ein zusätzlicher Innenstoff, der im Buch nicht vorgesehen ist. Da mein Außenmaterial aber deutlich dünner ist (Baumwolle, verstärkt mit Volumenvlies) als die Buchempfehlung und ich unbedingt eine Innentasche haben wollte, nähte ich einfach 2 Taschen, die ich ineinander steckte.

Durch die 2-lagige Tasche war es möglich, an den Seiten einen langen Schultergurt anzubringen (anstatt von 2 kurzen Trägern) - der ist mir bei Taschen einfach am Liebsten.

An der Innentasche habe ich den ersten Zierstich meiner neuen Nähmaschine getestet. Ganz schön krumm geworden :) das muss ich noch üben, aber dann habe ich eine neue Möglichkeit zur Verzierung meiner Nähwerke.





Geblieben ist die Lasche und der Knopf zum Verschluss der Tasche - aber auch hier gab es eine Änderung. Anstatt des Einfassstreifens habe ich 2 Teile aus Außenstoff zugeschnitten und diese links auf links zusammen genäht. Dabei habe ich eine Paspel eingearbeitet und die Lasche nach dem Wenden knappkantig abgesteppt. Mein allererstes Knopfloch habe ich dann auch gleich genäht - war gar nicht schwer :)


Verlinkt beim Taschen-Sew-Along im April von Greenfietsen und mir,

Dienstag, 18. April 2017

Utensiloparade ... oder: Blumen statt Schokolade


Na, habt ihr Ostern gut hinter euch gebracht? Habt ihr alle Schokoeier und –hasen und so gefunden? Nachdem nun alles vorbei ist, kann ich heute endlich die Ostergeschenke zeigen, nun sind sie ja verteilt. Da meine diesjährigen Ostergeschenke nicht typisch Ostern sind, kann ich sie auch gut noch verbloggen. Das ist nämlich ein Geschenk für jede Gelegenheit.


Wie, nach den Hasensäckchen und den Stoffhasen noch weitere Geschenke zu Ostern? – Ja, das habe ich vor einigen Jahren mal angefangen und seitdem beibehalten - die Family freut sich. Und an irgendjemandem muss ich meine Kreativität ja auslassen. Und wer mich kennt, der weiß: die Familie ist ein bisschen größer, deshalb habe ich ein paar Utensilos mehr genäht.

Ich bin zur Zeit auf Diät (sind wir das nicht immer? Mehr oder weniger schon, ich bin im Moment aber besonders eifrig) und deshalb natürlich auf Schoko-Sparflamme. Das hat sich auch in den Geschenken niedergeschlagen und so hieß es: Blumen statt Schokolade, denn leere Utensilos zu verschenken ist witzlos und da dachte ich mir, im Frühling kann man da wunderbar Blumen reinpacken. So war das mit der Ideenfindung.


Die Stofffindung war natürlich wieder schwerer. Zuerst wollte ich für jedes Utensilo einen anderen Stoff verwenden und habe auch 12 verschiedene Stoffe aus dem Schrank gezogen. Die lagen dann da und ich wollte nicht so recht beginnen. Das ist für mich immer ein Zeichen, dass meine Wahl nicht in Ordnung ist und ich noch ein wenig darüber nachdenken sollte. Das war auch gut so, denn dann fielen mir die Jolijou-Stoffe wieder ein, wovon ich 4 Designs aus einer Serie hatte. Nun habe ich verschiedene Utensilos die doch irgendwie zusammen passen.

Genäht habe ich die Utensilos nach dem Freebook von Farbenmix, abgeändert auf meine gewünschten Fertigmaße: 12 x 12 cm und 10 cm hoch (umgekrempelt ca. 7,5 cm)
Außen Baumwolle mit H640, innen Wachstuch.
Im letzten Jahr habe ich übrigens Herz-Anhänger verschenkt die ich auch heute noch bei Verwandtschaftsbesuchen entdecke. Und im Jahr davor gab es eine ganze Hühnerschar.

Sonntag, 16. April 2017

Über den Zusammenhang von Osterhasen und neuen Nähmaschinen


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Fröhliche Ostern wünsche ich euch. Ich hoffe, ihr hattet schon ein paar ruhige Tage (Karfreitag sei Dank) und könnt nun noch 2 Tage Ostern genießen.
Dieses Jahr habe ich mal wieder die Hasenpost von Aprilkind genäht (und ja: die passen zu den Hasensäckchen, die ich am Dienstag gezeigt habe).

Die Hasenpost war übrigens das erste, was ich vor 4 Jahren mit meiner neuen Nähmaschine genäht hatte. Karfreitag saß ich am Tisch und wollte Hasen zum Verschenken nähen. Die Leihnähmaschine von Mama wollte aber nicht so wie ich, ständig brach die Nadel ab. Leicht entnervt fuhr ich an Karsamstag nach Aschaffenburg in die Nähwelt und kam mit der Brother Innov-is 10A zurück. Ich war gut beraten worden und hatte mich für ein gutes Einsteigermodell entschieden. 4 Jahre lang haben wir beide viel Zeit miteinander verbracht und uns so manche Nacht um die Ohren geschlagen – die erste von Karsamstag auf Ostersonntag, als unzählige Hasen entstanden sind.


Nun habe ich wieder Hasen genäht – mit meiner neuen Nähmaschine. Nach 4 Jahren war es nämlich Zeit für mehr. Mehr Nähspass, mehr Nähkraft, mehr Nähstiche. Natürlich bin ich wieder zu Flach in die Nähwelt gefahren. Dieses Mal mit deutlich mehr Erfahrung im Gepäck und immerhin einem Wunschmodell – aber auch der Neugier, was mir wohl empfohlen wird.
Mit nach Hause durfte schließlich die Bernina 350 PE. Im Vergleich zu einem Billigmodell vom Discounter fasste sich meine Brother schon sehr gut an, aber die Bernina toppt das nochmal. Ja, man kann die Qualität bereits beim Streicheln spüren. Das Verschieben des Geschwindigkeitsreglers ist schon pure Freude.

Über diese Stelle habe ich schon ganz oft gestreichelt.
Oben rechts ist der Geschwindigkeitsregler ;)

Übrigens war ich nicht erst am gestrigen Karsamstag bei Flach, sondern schon vor ein paar Wochen. In der Zwischenzeit habe ich die Maschine fleißig getestet. Die Hasenpost und auch die Hasenbeutel waren kein Problem. Bei 4 bis 6 Lagen Baumwolle schnurrt die Maschine nur zufrieden. Danach kam das Webbandhotel unter die Nadel. Ich war mir erst unsicher, ob ich mit der neuen Maschine direkt ins Probenähen gehen soll, denn: der Unterschied zwischen Bernina und Brother ist ein wenig wie Windows und Mac: die machen das gleiche (zumindest wenn man das Ergebnis für den Nutzer betrachtet), sind aber in der Anwendung ganz unterschiedlich. Der Systemwechsel fiel mir nach 4 Jahren nicht ganz leicht. Viele automatisierte Bewegungen müssen umgelernt werden und die automatische Verriegelung, die meine neue Maschine nicht hat, vermisse ich schon. Aber ich werde mich daran gewöhnen – so wie ich mich ganz schnell an den Kniehebel gewöhnt habe. Dank der ausführlichen Beratung weiß ich schließlich, was die Maschine kann und habe mir auch zahlreiche Handgriffe zeigen lassen. Nun muss ich das alles noch verinnerlichen und mich vollständig umtranieren. Auf jeden Fall hat die Maschine auch das Webbandhotel gut gemeistert, obwohl hier echt richtig viel Verstärkung drin steckt.


Nächster Test: Wachstuch (von der ganz fiesen Sorte, das Ergebnis zeige ich bald) in Kombination mit bremsendem H640-Vlies. Mit dem Zickzack-Nähfuß mit Gleitsohle (#52), den ich mir gleich gegönnt habe, war auch das kein Problem. Das Finden des richtigen Zubehörs ist im Fachgeschäft übrigens auch super luxuriös. Man muss nur sagen, was man will und schon wird einem das zur Maschine passende Produkt gereicht, ohne dass man sich Gedanken machen muss, ob das nun passt, denn: die Verkäufer/-innen kennen sich ja super aus und übernehmen das für einen.

Und dann wollte ich es richtig wissen und habe eine Tasche genäht (ja, zeige ich auch noch): Außenstoff + Volumenvlies und Innenstoff + Verstärkung und dazu Gurtband (doppellagig, ist klar). Ich wollte wissen, wie mein neues Schätzchen das schafft. Und was soll ich sagen? Es ist ein Traum, die B 350 PE näht das alles wie Butter, auch übers Gurtband hinweg. So wollte ich es haben. Die Brother hat das übrigens auch geschafft, allerdings nicht so flüssig.

Mitten auf dem Esstisch: hier steht die Maschine meistens

Und wisst ihr was? Eigentlich war die Bernina 350 PE gar nicht mein favorisiertes Modell. Was mich überzeugt hat, sie zu kaufen? Der Obertransporteur, der bei diesem Modell in der Grundausstattung genauso dabei ist wie ein Inch-Fuß, der Anschiebetisch und der bereits erwähnte Kniehebel. Hätte ich mir eine Maschine im Netz bestellt, hätte ich all das jetzt nicht bzw. hätte ich mir alles als Zubehör dazukaufen müssen. Geld gespart hätte ich dabei nicht. Da hat sich die Fachberatung für mich echt ausgezahlt.

Ich freue mich auf jeden Fall sehr, dass die neue Nähmaschinn hier auf dem Tisch steht und ich mit ihr so manche Nacht durchmache. Ihr dürft euch also auf viele weitere Nähwerke von mir freuen.

*) Beim Kauf meiner Nähmaschine habe ich einen kleinen Nachlass erhalten - den Großteil habe ich selbst bezahlt. Meine Meinung ist durch den Nachlass nicht beeinflusst.

Donnerstag, 13. April 2017

Dresden Plate - Der April-Block vom Quilt-Along #6köpfe12blöcke

Monat 4 beim Quilt-Along. Der Block des Monats April nennt sich „Dresden Plate“.
Gegen Dresden habe ich nichts, dort war ich schon sehr oft.
Mit dem Quilt-Block kann ich mich leider nicht wirklich anfreunden. Als ich den Post am 1. April las, dachte ich erst an einen Aprilscherz. Doch im Text fand ich keine Auflösung und als in der Facebook-Gruppe die ersten fertigen Blöcke gezeigt wurde, war klar: das ist ernst gemeint.
In meiner Vorstellung waren einfach alle 12 Blöcke des Quilts so „blockig“, wie im Januar und Februar. Meiner Meinung nach tanzte schon der März mit seinen 4 auf 4 Quadraten aus der Reihe. Von mir aus hätten wir bis Jahresende 12 Variationen von 3x3 Blöcken nähen können. Nun applizieren wir etwas rundes auf einen einzigen Block. Hmpf.

Aber so ist es halt nun. Ich habe mich auf das Projekt eingelassen. Ich wusste nie, wie der nächste Block aussehen wird. Ich habe mir nur ausgemalt, wie es werden könnte. Nun kommt es anders. Meinen Uni-Stoffen bleibe ich trotzdem treu (auch wenn ich vom 3-Farb-System abgewichen bin) und ich bin auch weiterhin motiviert, den Quilt (mein allererster) fertig zu stellen. Ich sehe ihn als Übungsprojekt, bei dem ich immer weiter dazu lerne – im April zum Beispiel das applizieren von Hand. Ja, daran habe ich mich wirklich versucht. Wenn die kommenden Blöcke aber komplett mit der Maschine genäht werden, habe ich da absolut nichts dagegen.


Auch wenn sich das jetzt voll negativ liest: Die Anleitung ist wie gewohnt gut erklärt und bebildert und in diesem Monat zu finden bei Andrea von der Quiltmanufaktur - vielen Dank. Bis zum Mai habe ich mich dann hoffentlich von meiner Vorstellung gelöst und kann wieder frei an den nächsten Block gehen.

Verlinkt bei der Quiltmanufaktur und ganz vielen Dresden Plates sowie bei RUMS.

Dienstag, 11. April 2017

Ostern rückt näher ... zuckersüße Hasenbeutelchen

Oh, oh, Ostern steht gefährlich nah vor der Tür. Das ging jetzt aber schnell.
Ich habe mir dieses Jahr so einiges vorgenommen. Die Ideen kamen nach und nach, eins aufs andere. Und was ich mir vornehme, das will ich dann auch schaffen. Was das alles ist, zeige ich euch … nach und nach.

leere Hasensäckchen ...


Heute fangen wir mit den Hasenbeutelchen an. Habt ihr die auch schonmal gesehen? Mir sind sie bereits letztes Jahr immer wieder über den Bildschirm gehoppelt und ich finde, sie sind eine sehr süße Idee. Zu Ostern bot sich nun die Gelegenheit für mich, mal wieder etwas für Kinder zu nähen und da passten sie endlich. Besonders groß sind die Stoffsäckchen mit den Hasenohren nicht (ich habe sie auch noch auf 80 % verkleinert), aber es muss auch nicht viel rein. Süßkram gibt es sowieso schon genug, da setzen wir lieber auf eine süße Verpackung als auf viel Inhalt. Das gibt Pluspunkte bei den Eltern und die Kinder stören die Hasenohren nach Ostern bestimmt nicht und sie können kleine Schätze im Beutelchen sammeln. Da sind doch alle zufrieden.
... und nun gefüllte Hasensäckchen



Gefüllt sind die Säckchen wirklich mit nur ganz wenig Schokolade, dafür umso mehr Liebe. Für die Mädchen gab es noch Haarspangen dazu und für den Bub … das war etwas schwieriger und wir haben uns für ein kleines Eisgeld entschieden.
auf - zu - auf - zu ... der Tunnelzug ist schnell genäht.



Genäht habe ich die Hasensäckchen nach der Anleitung (Freebook) von Nahtlust. Allerdings habe ich 2 Bänder (anstatt einem) durch den Tunnelzug gezogen. So kann man diese miteinander verknoten und das Säckchen bleibt wirklich richtig zu. Das Einfädeln der Bänder ist ein bisschen unlustig, da die seitliche Nahtzugabe im Weg ist. Deshalb habe ich diese beim Außen- und Innenstoff auseinander gebügelt (nach dem Nähen der seitlichen Nähte und vor dem Wenden der Säckchen). Es flutscht zwar immer noch nicht, ist aber deutlich leichter.
Mit Füllung können die Hasenbeutelchen auch stehen (sofern kein Windstoss kommt ;)


Weitere Osternähereien folgen in Kürze und die Hasensäckchen hoppeln nun