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Huhu,
nach viel zu langer Zeit habe ich mir mal wieder eine Tasche genäht. Und die macht sich auch ganz gut hier als Abwechslung zwischen all den Schwangerschafts- und Babyposts. *lach*
Genäht habe ich die Jack Tar Bag von Merchant and Mills. Die wollte ich schon seit über einem Jahr nähen. Seitdem liegen Schnitt, Material-Kit und DryOilskin (alles über Tillabox selbst gekauft) schon hier herum. Dass das viel zu lange ist, habe ich gemerkt, als ich den Oilskin hervorgezogen habe und in der Rolle das Weihnachtsgeschenkpapier gefunden habe, das ich im Dezember gesucht hatte. Ja, als ich das im Frühjahr 2018 da reingewickelt habe, hätte ich nicht gedacht, dass es so lange dauern würde, bis ich Zeit und Muße für die Umetzung finde. Aber manchmal ist es halt so. Und weil ich noch Material übrig habe, steckt das Geschenkpapier jetzt immer noch darin. Mal schauen, ob ich mich Weihnachten 2019 daran erinnere (falls es dann immer noch im Oilskin steckt). Aber es geht ja nicht kaputt und Weihnachten kommt immer wieder.


So einfach wie die Anleitung ist eigentlich auch die Tasche. Man braucht nicht so viele Schnittteile und diese werden auch recht einfach zusammen genäht. Man braucht kein Vlies, was ebenfalls zu einem schnellen Ergebnis führt. Ja, ich finde, die Tasche ist recht simpel - sowohl in der Form als auch in der Machart.

Zusätzlich zu den beschriebenen Arbeitsschritten habe ich innen ein großes Reißverschlussfach für Wertgegenstände eingearbeitet. Und ich habe die Nahtzugabe der Seitennähte zur Seite gesteppt - so liegen sie schön flach und Steppnähte mag ich optisch auch sehr. Deshalb habe ich auch noch eine am oberen Rand angebracht, nachdem die Innen- in die Außentasche gesteckt war.
Die Innentasche ist übrigens aus schwarz-weiß-gestreifter Baumwolle. Das habe ich so schon vielfach gesehen. Aber es ist einfach gut und der Stoff aus meinem Fundus passte wirklich am Besten zum Rest. Deshalb ist es halt so.
Den Ledergurt habe ich etwas gekürzt, da mir die Tasche sonst irgendwo auf Kniehöhe hängen würde. Vor dem anbringen der Nieten und dem damit verbundenen Stanzen der Löcher hatte ich großen Respekt. Im Nachhinein war es natürlich nicht schlimm, tat nicht weh und hat einfach super geklappt.

Das Einzige, was nicht so gut lief, war das Wenden der Griffe und Schlaufen. Das war vielleicht fummelig. Hier würde ich beim nächsten Mal (ja, die Chancen für Jack-Tar-2 stehen gut) ausrechnen, wie breit meine Streifen sein müssen, damit ich sie einfach 4-fach falten und knappkantig absteppen kann (oder Gurtband verwenden). Das braucht minimal mehr Material und spart mir dafür viel Zeit und Geduld. Geduld habe ich ja eigentlich viel (zumindest beim Nähen), aber die Zeit dafür kann man ja wahrlich besser nutzen. Achja, und den Magnetknopf würde ich erst nach dem Wenden (und vor dem Schließen der Wendeöffnung) anbringen. Bei 1,5 cm Nahtzugabe war er mir nämlich glatt im Weg. Das Stück Naht konnte ich zwar mit dem Reißverschlussfuß nähen, aber wenn man nur die Schlitze zum Durchstecken vorbereitet und den Knopf später anbringt, läuft es eben runder.
Nun warte ich gespannt, wie viel Zeit verstreicht, bis ich wieder eine Jack-Tar-Bag nähe. Lust hätte ich, aber halt noch ganz viele andere Ideen.
Liebe Grüße,
Katharina
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Du für Dich am Donnerstag von Katja (Nähfrosch)